Auschwitz Kinderlieder

Mit der erstmaligen Aufführung der Auschwitzkinderlieder gedachte Bremen am 27. Januar 2005 in der Oberen Rathaushalle der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee.

Stille herrschte, als Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Helsinkistraße die Namen der 1941 nach Minskdeportierten Kinder vortrugen. Sie sollen nicht vergessen, nicht umsonst gestorben sein, betonte Henning Scherf in seiner Eingangsansprache. Das Erschrecken der Rotarmisten angesichts der an der Schwelle des Todes stehenden 7.000 Überlebenden verdeutlichte Hermann Kuhn. Auf Grundlage der verfemten Zwölftonmusik vertonte Wilhelm Torkel vier der fünf anonym verfassten Gedichte zum Schicksal der Kinder von Auschwitz.

Der Chor "Zwischentöne" versuchten, begleitet von den Bremer Philharmonikern, dem Schweigen, das mit dem Geschehen in Auschwitz verbunden ist, eine Stimme zu verleihen.

Klangfolgen wechselten mit Sprechgesang, Soli von Streichern und Bläsern und enthüllten das Grauen der Feueröfen. Die Wolke, die die ermordeten Eltern entführt, die letzte Botschaft des Kindes, die es mit Blut geschrieben der Mutter auf der anderen Seite des Zauns auf einem Stück Brot zuwirft. Das Bild der leeren Kinderwagen auf dem Rücktransport verdeutlicht das entsetzliche Schweigen auf dem leeren Appellplatz. Bilder und Schicksale der Kinder vor allem gruben sich tief ein. Erschrecken einte die Zuhörer angesichts des Leugnens millionenfachen Mordes durch die NPD-Abgeordneten im sächsischenLandtag.


íld

design by Joern Ruerup