Symponie der Auschwitz Kinderlieder im Haus der Bürgerschaft Bremen 2007

Die Urauführung der Auschwitzkinderlieder war in Bremen am 27. Januar 2005.

In diesem Kontert jedoch begleitete uns kein Orchester sondern Peter Paulisch am Klavier.
Seine Viriosität verleihte dem Stück noch ein mal eine besondere Note. Der Radiomoderator Klaus Nelhiebel trug meisterlich die Sprecheinlagen vor.
Der Saal im Haus der Bürgerschaft war ausgefüllt bis auf den letzten Platz.

Stille herrschte, als Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Helsinkistraße die Namen der 1941 nach Minskdeportierten Kinder vortrugen. Sie sollen nicht vergessen, nicht umsonst gestorben sein, betonte Henning Scherf in seiner Eingangsansprache. Das Erschrecken der Rotarmisten angesichts der an der Schwelle des Todes stehenden 7.000 Überlebenden verdeutlichte Hermann Kuhn. Auf Grundlage der verfemten Zwölftonmusik vertonte Wilhelm Torkel vier der fünf anonym verfassten Gedichte zum Schicksal der Kinder von Auschwitz.
Der Chor "Zwischentöne" versuchte, das mit dem Geschehen in Auschwitz verbunden ist, eine Stimme zu verleihen. Klangfolgen wechselten mit Sprechgesang, Soli von Streichern und Bläsern und enthüllten das Grauen der Feueröfen. Die Wolke, die die ermordeten Eltern entführt, die letzte Botschaft des Kindes, die es mit Blut geschrieben der Mutter auf der anderen Seite des Zauns auf einem Stück Brot zuwirft. Das Bild der leeren Kinderwagen auf dem Rücktransport verdeutlicht das entsetzliche Schweigen auf dem leeren Appellplatz. Bilder und Schicksale der Kinder vor allem gruben sich tief ein. Erschrecken einte die Zuhörer angesichts des Leugnens millionenfachen Mordes durch die NPD-Abgeordneten im sächsischenLandtag.


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