Konzert am 04.02.2006 in Essen

Abschrift aus der MT vom 10.02.06

Eine unvergessliche Stunde bereitete der Gospelchor Essen den Zuhörern in der St. Bartholomäus Kirche

Essener und Bremer Sängerinnen und Sänger beeindrucken mit großer Bandbreite in der St.-Bartholomäus-Kirche

Essen (hh) - Eine unvergessliche Stunde erlebten die zahlreichen Zuhörer beim Konzert des Gospelchor Essen und den gemischten Chor „Zwischentöne" aus Bremen in der St.-Bartholomäus-Pfarrkirche in Essen. Vor allem die vielen unterschiedlichen Facetten dieser Musikrichtung beeindruckten die Besucher. Der Gospelchor unter der Leitung von Maria Wehage-Schnaak stimmte die Zuhörer mit „Evening rise" auf das Konzert ein.

Der Chor „Zwischen töne" unter Leitung von Wilhelm A. Torkel begann im ersten Teil mit „Fine knacks for the ladys", „Boleras Sevillanas", „Erklär mir Liebe", einem Stück das vom Dirigenten komponiert wurde, und „Een Kol Wejn", einem Volkslied aus Russland in Jiddisch. Im zweiten Teil des Konzerts trug der Gospelchor Essen die Stücke „Every Time I feel the spirit" „Michael row the boat ashore", einem sehr bekannten Song, „Joyful voices" und „Wohin schickst du uns", vor. „Hineh matov" hieß das darauf folgende Lied der „Zwischentöne die mit „Mangoes“ und Volksliedern aus der Karibik die Zuhörer in wärmere Gefilde entführte. Sehr bekannt dann wieder das Stück „Sweet Georgia Brown". Auch bei den letzten drei Liedern stammte der Satz von Dirigent Wilhelm A. Torkel. Den vierten Teil des hochklassigen

Konzertes gestaltete dann der gastgebende Chor mit „Jesus be a fence", „Kum bayah" und „Song of joy". Der letzte Titel war Programm. Mit ihren Lidern hatten die Chöre den Zuhörern nicht nur einen eindrucksvollen Einblick in ihr großes gesangliches Repertoire gegeben, sondern auch viel Freude bereitet.

Riesiger Beifall war der verdiente Lohn für die gezeigten Leistungen. Einen besonderen Dank richtete Maria Wehage-Schnaak an Ulrich Schulte-Wieschen für die Klavierbegleitung. Mit einer gehörigen Portion Humor verstand es Dirigent Wilhelm A. Torkel dann die Zuhörer bei dem von beiden Chören vorgetragenen Abschiedslied „Hambanikale" in die Veranstaltung einzubinden Ingrid Stärk hatte anfangs einen Einblick in die Geschichte des Gospel gegeben, dessen Begriff Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts als Bezeichnung der religiösen Lieder der afroamerikanischen Kirchen in Nordamerika entstand. Diese Lieder waren eine Weiterführung der „Negro Spirituals" der afrikanische Sklaven in Nordamerika. Es gab im Amerika der 30er Jahre eine Unmenge von Gospelsängern und Gospelgruppen. Die bekannteste Gospelsängerin war Mahalia Jackson, die mit ihren Songs die Verbreitung der Gospelmusik vorantrieb. Das bekannteste Quartet, das später die Musik auch nach Europa brachte, war das „Golden Gate Quartet". Und diese unterschiedlichen Facetten trugen die Chöre eindrucksvoll vor.


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